Hypnose mit Kindern und Jugendlichen

Für Eltern ist es wichtig, dass sich ihre Kinder ohne Sorgen, Blockaden und Ängste entwickeln und selbstsicher und glücklich die Kindheit und Jugend geniessen können. Wie die Arbeit mit Erwachsenen zielt auch die Hypnosetherapie mit Kindern und Jugendlichen auf den Ursprung des Problems. Damit eröffnen sich gerade in jenen Situationen neue Möglichkeiten, in denen die Eltern verzweifeln, weil Sie schon alles versucht haben.

Die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kommt dem jeweiligen Alter entsprechend spielerischer und sanfter daher; insofern unterscheidet sie sich von der Arbeit mit Erwachsenen, die in einem höheren Grad in ihrer eigenen Bestimmung und Verantwortung stehen. Des Weiteren werden vermehrt zusätzliche unterstützende und die Hypnose ergänzende Methoden genutzt. 

Kind oder Eltern – mit wem wird gearbeitet?

Inwieweit die Eltern in die Therapie miteinbezogen werden, hängt in erster Linie vom Alter des Kindes resp. Jugendlichen ab. Mitbestimmend sind weitere Faktoren wie das zu behandelnde Thema oder die familiäre Situation. Grundsätzlich werden Mutter oder Vater in das Vorgespräch und gegebenenfalls in die Nachbesprechung miteinbezogen (vgl. Ablauf).

Fallweise zeigt sich das Thema eines Kindes oder Jugendlichen als die direkte Folge einer konkreten Situation in der Familie (Umzug, Konflikte zwischen den Eltern, Trennung etc.) oder beispielsweise in der Schule. In solchen Fällen ist die Mitarbeit der Eltern resp. der betreffenden Bezugspersonen besonders wichtig.

Ebenso ist es möglich, dass sich ein persönliches Thema der Mutter oder des Vaters mit dem Problem des Kindes resp. des Jugendlichen überschneidet. So kann beispielsweise die Auflösung einer Verlustangst der Mutter, welche sich während der Schwangerschaft oder bei der Geburt gezeigt hatte, die Lösung des Problems vom Kind unterstützen. 

Grundsätzlich handelt es sich um dieselben Indikationen wie in der Hypnosetherapie mit Erwachsenen, wenngleich die Gewichtung oft anders ausfällt. Im Vordergrund steht die Auflösung:

  • von Ängsten und Unsicherheiten
  • Zurückgezogenheit / Schüchternheit
  • von Ticks (u.a. Nägelkauen) und Stottern
  • von Schlafstörungen (beispielsweise Einschlafprobleme)
  • von Schulproblemen und Lernschwierigkeiten, Mobbing
  • Essstörungen
  • von Sorgen und Grübeleien u.v.m.

Wichtig ist es, in einer wertfreien Art und Weise zu erkennen, dass die Ursache der Probleme von Kindern und Jugendlichen vermehrt bei uns Eltern zu finden sind, und dass uns unsere Schützlinge in unserem eigenen Fühlen und Handeln spiegeln.

Eine klare Ausrichtung behalten

Vermuten die Eltern ein Thema oder gar eine Störung bei ihrem Kind oder Jugendlichen, so ist es entscheidend, dieses früh anzusprechen. Um Abwehrhaltungen zu vermeiden ist es wichtig, Ich-Botschaften auszusprechen (anstelle von Du-Botschaften): „Ich habe dieses oder jenes beobachtet und mache mir Sorgen“.

Ebenso wichtig ist es, nach den Gefühlen des Kindes oder des Jugendlichen zu fragen, und dessen Ressourcen und gesunden Anteile zu stärken versuchen. Ohne das Thema zu bagatellisieren oder gar zu ignorieren, sollte nicht ständig das Problem betont und von „krank“ oder „nicht normal“ gesprochen werden. Demnach ist das gewünschte (Ziel-) Gefühl die Ausrichtung, wie auch das Auslotsen der Möglichkeiten von Eltern und Therapeuten, das Kind resp. den Jugendlichen auf dem Weg dahin zu unterstützen. 

Erstsitzung

Die Sitzung beginnt mit einem kurzen Vorgespräch. Je nach Alter oder Bedürfnis des Kindes resp. des Jugendlichen findet dieses im Beisein von Mutter oder Vater statt. Dabei stehen im Zentrum:

  • sich kennenlernen und Vertrauen aufbauen
  • Schilderung des Anliegens durch das Kind resp. den Jugendlichen
  • allfällige Ergänzung durch Mutter oder Vater
  • einzelne Fragen zur familiären Situation sowie zur Schwangerschaft / Geburt

Die eigentliche Behandlung mit Hilfe von Hypnose und weiteren unterstützenden Methoden findet ohne Begleitperson statt. Im Rahmen einer kurzen Nachbesprechung (mit oder ohne Mutter resp. Vater) werden Zusammenhänge erläutert und gegebenenfalls Tipps und Übungen für den Alltag (sog. Homeplays) vorgeschlagen.

Kinder müssen von einem Elternteil zu dem Termin begleitet und wieder abgeholt werden. Jugendliche (Adoleszenz bis 18 Jahre) können alleine zum Termin erscheinen, es braucht aber das Einverständnis der Eltern.

Bitte reservieren Sie sich ausreichend Zeit für eine Erstsitzung (2 - 2.5 Stunden).

Informationsblatt für Ersttermine hier herunterladen.

Folgesitzungen

Viele Beschwerden und Probleme können bereits mit einer Sitzung gelindert oder sogar gelöst werden. Auch wenn die Erfahrung zeigt, dass ein Folgetermin sinnvoll ist, wird die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen grundsätzlich nicht als Prozess ausgestaltet, sondern es wird punktuell unterstützt.

Kosten

Die Kosten sind unter Honorar aufgeführt.

Wurzeln und Flügel

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“

Johann Wolfgang von Goethe
Deutscher Dichter

Dieser Ausspruch zeigt auf, dass die Kinder und Jugendliche von uns Eltern Halt und Geborgenheit benötigen, wir aber zugleich bereit sein sollten, ihnen den für die Entfaltung erforderlichen Freiraum zu geben, und wir sie schrittweise loslassen müssen.

Er erinnert uns aber auch daran, dass es für die gesunde Entwicklung der Jungen auch unsere eigene Offenheit braucht, und die Bereitschaft, sich gegebenenfalls auf eigene Veränderungen einzulassen.

Referenzen

«Der Flug ging super und ich war richtig entspannt und ohne Ängste...»
N.V. aus Forch

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Zertifikate/Mitgliedschaften

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