Was sind Rituale?

In wichtigen Lebensübergängen unterstützen uns Rituale darin, bestehende Muster und schwere oder unfreie Gefühle zu erkennen und loszulassen. Dadurch kann Altes wirklich abgeschlossen und Platz für Neues geschaffen werden. Bedeutungsvolle Lebensübergänge beinhalten:

  • die Ankunft: Schwangerschaft, Geburt und Taufe
  • Initiationen: beispielsweise den Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen oder die Pensionierung
  • den Abschied, wozu auch das Sterben gehört

Übergänge zeigen sich aber auch in weitaus weniger augenfälligen Situationen, wobei die Wirkung nicht notwendigerweise gering ausfallen muss. Einige Übergänge im Leben können wir frei wählen, so beispielsweise ein Berufswechsel oder die Hochzeit. Viele Übergänge ereignen sich allerdings ohne unser Zutun, einfach weil diese zum Leben dazugehören. Diese werden angestossen durch die natürlichen Entwicklungsprozesse, oder sie werden durch einschneidende Ereignisse plötzlich ausgelöst.

Solche Übergänge und Wandlungsphasen können einhergehen mit Unsicherheit und Angst, mit Trauer und Schmerz. Besonders herausfordernd ist dabei die sogenannte „Schwellenphase“, wenn das Alte bereits verabschiedet wurde, das Neue aber noch nicht trägt. Es erfordert Mut und Vertrauen, diesen Gefühlen Raum zu geben. Dies ist aber von entscheidender Bedeutung, denn unbewältigte oder nicht bewusst gelebte Lebensübergänge können uns aus der Bahn werfen. Werden sie hingegen bewusst wahrgenommen und (rituell) gestaltet, so verlaufen sie meist weniger krisenhaft, und die neue Lebensphase kann leichter angenommen werden. Rituale unterstützen uns darin, mit einem Übergang und – noch weitaus wichtiger – den dazugehörigen Gefühlen in Frieden zu kommen.

Warum finden Rituale im Wald statt?

Vor vielen hunderten Jahren schon haben grosse Persönlichkeiten um die Heilkraft der Natur gewusst, Hildegard von Bingen und später Paracelsus sind nur Beispiele. Erst in der jüngsten Vergangenheit gelang es der Wissenschaft, das bereits vorhandene Wissen zu belegen. Und die Ergebnisse verblüffen selbst Vorreiter aus der Alternativmedizin. So konnte nachgewiesen werden,  dass Pflanzen allgemein und namentlich die Bäume mit unserem Immunsystem kommunizieren, dass bereits ein Tag im Wald die Anzahl der sogenannten Killerzellen um 40% steigert und zugleich deren Leistung um mehr als 50% erhöht – als Killerzellen werden Zellen des Immunsystems bezeichnet, die von Krankheitserregern befallene Zellen oder Krebszellen erkennen und deren Tod herbeiführen. Gleichzeitig reduzieren sich im Laufe dieses tägigen Waldaufenthaltes die Stresshormone markant; so sinkt beispielsweise das Stresshormon Adrenalin um 30 bis gut 50%, und der Vagusnerv, welcher für die Entspannung und Wiederherstellung unserer körperlichen und geistigen Reserven zuständig ist, wird aktiviert.

Die heilsamen Auswirkungen der natürlichen Umgebung beschränken sich aber nicht auf die körperliche Ebene. Ebenfalls wird unsere Psyche positiv beeinflusst, und auch die Erkenntnis, dass Psychotherapien in den Wald zu verlegen wären, ist eigentlich nicht neu. Der heilsame Effekt der Waldtherapie Shinrin Yoku beispielsweise ist von der Forschung bestätigt und in Japan längst selbstverständlich.

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«Meine Panikattacken und Blockaden in Bezug auf meine Existenzängste haben sich nach zwei Sitzungen buchstäblich in Luft aufgelöst...»
A.K. aus Wiesendangen

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The Omni Hypnosis Training Center
Berufsverband für professionelles Persönlichkeitstraining
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